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”Wo bleibt die Abwehr?”

Was man bei einem gewöhnlichen Hockeytraining lernen kann.

Ich konzentriere mich auf den Puck weit vorne. Ich sehe ihn durch das Gitter meines Helmes. Das Herz klopft etwas schneller als sonst, aber mein Körper ist ganz in der Ruhe.

Nur eine Sache zählt, nämlich dafür zu sorgen, dass das Tor hinter mir leer bleibt. Mein Atem dampft und in den Handschuhen umfassen meine Hände plötzlich den Hockeyschläger besonders fest. Die Spieler da vorne haben die Richtung gewechselt und kommen rasend schnell mit dem Puck auf mich zu.

Ich sehe mich verzweifelt nach der Abwehr meiner Mannschaft um, aber sie ist weit weg. Ganz alleine soll ich das Tor gegen ein paar sehr zielbewusste Gegner verteidigen. Instinktiv öffne ich meinen Mund und brülle: „Wo ist die Abwehr?“ Plötzlich ist mein Körper glühend heiß und mein Herz klopft wie verrückt. Bevor ich mich wieder gefangen habe ist der Puck im Netz hinter mir gelandet.

Bei diesem dynamischen Sport dauert es nur ein paar Sekunden, bis das Spiel auf der anderen Seite vom Eis weiter geht. Ich besinne mich und sammele meine Gedanken:

Was ist eigentlich passiert? Ich habe mich geärgert, war fast zornig auf meine Freunde. Es war doch ihr Fehler. Sie waren nicht auf ihren Plätzen. Aber war es richtig so loszubrüllen? Ich denke darüber nach, was genau in diesem Augenblick in mir vorging. Es ist doch menschlich, ganz vom Spiel „mitgerissen“ zu sein, Dinge zu sagen und zu denken, die man eigentlich nicht so meint. Aber muss es immer so bleiben, dass ich so wie immer reagiere?

Der Ausdruck „Göttliche Natur“ fällt mir plötzlich ein. Was steht darüber geschrieben? Es steht doch, dass Gott uns berufen hat und „…uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr dadurch Anteil bekommt an der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt“ 2. Petr. 1, 3-4. Plötzlich ist es mir so klar wie nie zuvor. Ich muss also nicht länger menschlich reagieren!

Gott gab mir Licht, weil er Vertrauen in mich hat, und weil wer will, dass ich glücklich und frei von der Sünde werde, die mich bindet.

Mir ist klar, dass ich das nicht alleine schaffe. Manchmal werde ich ja zuerst versucht. Es ist sozusagen eine Warnung. Aber manchmal kommt die menschliche Reaktion, ohne dass ich überhaupt daran gedacht habe, so wie jetzt. Laut Gottes eigenem Wort kann ich von dem Bösen in meinem Fleisch frei werden, zu dem ich versucht werde, und mehr Teil an dem Guten bekommen. Aber zuerst muss Gott mir zeigen können, was in mir wohnt, so dass die unbewussten Schwächen in meinem Fleisch – meiner menschlichen Natur – mir bewusst werden. Dann kann ich, muss ich, damit arbeiten.

Ich will eigentlich nicht so reagieren, wie ich reagiert habe, aber weiß, dass es das nächstes Mal nicht mehr passieren muss, weil ich dann bewusst und klar, mit voller Abwehr, der Versuchung begegnen kann. Ich kann also Gott bitten, dass er mir Kraft und Gnade gibt, genau über diese Dinge Sieg zu bekommen. Durch Treue über die Zeit hinweg kann ich ganz fertig damit werden, und mehr und mehr so reagieren, wie Gott es will. Das bedeutet, Anteil an seiner göttlichen Natur zu bekommen. Das ist doch phantastisch!

„Genau das ist gerade passiert“, denke ich. Gott gab mir Licht. Er zeigte es mir, weil er Vertrauen in mich hat, und weil wer will, dass ich glücklich und frei von der Sünde werde, die mich bindet.

Ich werde so froh und diesmal verbreitet sich die Wärme aus meinem Herzen. Was für einen Hoffnung! Ich lächle in meinen Helm, wohl wissend, dass ich auf diesem Hockey-Turnier mehr gelernt habe, als jemals zuvor.

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