Maria und Martha: Richtig priorisieren

Bin ich eher wie Maria oder wie Marta, wenn es um mein Verhältnis zu Jesus geht?

Verfasst von Kathryn Albig
Maria und Martha: Richtig priorisieren

 

Diese Geschichte handelt von zwei Schwestern.

Maria und Marta waren eng mit Jesus und seinen Anhängern befreundet. Bei mehr als einer Gelegenheit war Jesus bei ihnen und ihrem Bruder Lazarus zu Gast. Aber einmal, als Jesus sie besuchte, handelten die beiden Schwestern sehr unterschiedlich, und die Art und Weise, wie Jesus auf ihre Entscheidungen reagierte, kann auch für uns sehr lehrreich sein. Lass uns diese Geschichte in Lukas 10,38-42 anschauen:

Marta hat viel Sorge und Mühe

Marta eilte umher, servierte und gab sich alle Mühe, es für ihre geliebten Gäste so gut wie möglich zu machen. Und wo war Maria, als Marta Hilfe benötigte? Sie wählte, zu Jesu Füßen zu sitzen und zuzuhören, während er sprach.

Man kann sich gut vorstellen, wie Marta sich fühlte. Genervt, frustriert, ärgerlich. Weshalb sollte sie die ganze Arbeit allein tun? War es nicht einfach nur gerecht, dass Maria helfen soll? Marta hatte wirklich das Gefühl, dass ihr Zorn gerechtfertigt sei, deshalb ging sie zu Jesus und sagte: „Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!“

Aber anstatt, dass Jesus ihre Forderung unterstützte, wies Jesus Marta zurecht und antwortete: „Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil gewählt; das soll nicht von ihr genommen werden.“

Diese Antwort muss Marta wie einen Schlag ins Gesicht empfunden haben. Sie tat ja alles ihr nur Mögliche, um gastfrei zu sein und es für ihre Gäste gut zu machen, während Maria nur dasaß. Und doch war es Maria, die das Richtige gewählt hatte?

Kommt dir das bekannt vor?

Richtig priorisieren

Es ist wohl einfach zu verstehen, dass man den Blick für das Wichtigste verlieren kann, wenn man sich in all das verwickeln lässt, was getan und erreicht werden muss. Könnte es nicht sein, dass wir zu sehr mit den Bekümmernissen des Lebens beschäftigt sind? Dies macht Jesus uns im Gleichnis über den Sämann noch deutlicher. „Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der betrügerische Reichtum ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht.“ Matthäus 13,22.

In unserem Leben muss es die höchste Priorität habe, das gute Teil zu wählen, so wie Maria es tat: Von Jesus zu lernen, damit wir so werden können wie er. Es ist die Liebe und Hingabe zu Jesus, die alles andere erst an zweiter Stelle kommen lässt. Das Wichtigste ist, Reichtum und Weisheit und Erkenntnis von Jesus zu suchen. Wenn wir das nicht tun – wie können wir ihm dann nachfolgen, wie können wir seine Jünger sein? Ein Jünger lernt von seinem Meister.

Das ist keine Entschuldigung für Faulheit oder dafür, sich vor Verantwortung drücken zu wollen. Das ist eine ganz andere Sache. Wir sollen Täter des Wortes sein und nicht nur Hörer! (Jakobus 1,22) Doch wir sollen dabei vom Heiligen Geist geleitet werden – und wir lernen, seine Stimme zu hören, indem wir das gute Teil wählen. Es liegt kein Segen darin, wenn man sein Leben so führt, wie man es gemäß seinem eigenen menschlichen Verständnis von dem was wichtig ist, versteht. Maria hat verstanden, dass sie von ihrem Meister lernen und die Dinge, die ewigen Wert haben, priorisieren muss. Wenn wir das tun, können wir für die anderen ein Segen sein, denn dann tun wir alles, weil uns der Geist dazu treibt. Die Liebe bringt uns dazu, dass wir hören und lernen wollen und dass wir seine Gebote halten. (1. Johannes 5,3)

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir.“ Johannes 10,27.

Habe acht auf dich selbst

Wir können in Gefahr sein, in dieselbe Falle wie Marta zu tappen. Wir können über das, was wir bei den anderen für „negatives Verhalten“ halten, so unruhig sein und so selbstgerecht in unseren Werken werden, dass wir damit anfangen, die anderen dafür zu richten, was sie tun oder nicht tun. Hinter solchen Gedanken steht Satan. Er flüstert uns Anklagen und Lügen ins Ohr und versucht so viele Konflikte wie nur möglich zu schaffen. Sein Ziel ist es, die Menschen so weit wie möglich in die entgegengesetzte Richtung des „guten Teiles“ zu führen – um sie von Jesus weg zu führen. Auf Satan zu hören und mit ihm einig zu sein, macht nur unruhig und verursacht viele verschiedene Plagen. Wir müssen ihm und seinen Betrügereien die Tür vor der Nase zuschlagen!

„Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.“ steht in 1. Timotheus 4,16 geschrieben. Wenn wir das tun, haben wir eine echte Hilfe für unser Leben gefunden. Martas Fehler war nicht, dass sie diente und Gutes tat. Ihr Fehler war, dass sie mitten in ihrer Arbeit Forderungen an Maria hatte und sie kritisierte, anstatt zu tun, was Jesus lehrte! Wenn wir vor Gottes Angesicht leben, haben wir keinen Grund dazu, uns darum zu bekümmern, was die anderen tun und wir haben keinen Grund zu meinen, dass wir das Recht hätten, sie zu richten. Wir leben in Gehorsam gegenüber dem Geist und seine Wirkungen in unserem Leben, und was die anderen tun, ist nicht unsere Sache. Wir wissen nicht, wie er die anderen leitet.

Wir sollen uns über all den Lärm und die Umtriebe dieser Welt erheben und suchen, was ewigen Wert hat. Lasst uns Gemeinschaft mit unserem Meister und denen, die ihm nachfolgen, finden. Lasst uns so werden, wie er ist. Durch Gottes Wort, Gemeinschaft und Gebet werden wir reich im Geist, und Gott wird uns im Überfluss geben, was wir benötigen.

„Weiter, liebe Brüder: Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sein es eine Tugend, sei es ein Lob – darauf sein bedacht.“ Philipper 4,8.

Dieser Text entstammt der Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Mit Erlaubnis verwendet. Alle Rechte vorbehalten.

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