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Lasse ich die Tage einfach nur kommen und gehen?

Was macht einen produktiven Tag aus?

Es ist Montagmorgen, und der Beginn einer neuen Woche.

Ein typischer Tag kann für mich so aussehen: Ein schnelles Frühstück mit einer Tasse Tee, während ich ein Lunchpacket vorbereite, um es zur Arbeit mitzunehmen, und mich dann zurechtmache. Während der 20 Minuten langen Fahrt zur Arbeit denke ich an nichts Besonderes und bereite mich nur mental auf den Tag vor. Ich bin damit beschäftigt, was heute auf der Arbeit getan werden muss, und ich bin einfach nur froh, wenn es endlich 16.30h ist und ich nach Hause fahren kann. Ich koche und verbringe Zeit mit meinem Mann, vielleicht ruhe ich mich etwas aus und erledige dann die tägliche Hausarbeit – ich sorge dafür, dass das Haus sauber und ordentlich ist, bevor ich mich schlafen lege. Ein ganzer Tag ist vergangen, und ich war fröhlich und munter und nett zu den anderen, ich habe es geschafft, sowohl die Wäsche zu erledigen als auch die Böden zu wischen. Es war ein produktiver Tag.

Alles in allem kann ich auf meinen Tag zurückblicken und ziemlich zufrieden sein.

Was ist ein „geistlich produktiver“ Tag?

Doch was ist mit meinem geistlichen Leben? Wenn ich keinerlei geistliche Nahrung bekommen habe, oder an meine Berufung gedacht habe, oder wach gewesen bin für die Möglichkeiten, die der Tag für mich bereithält – wie kann es dann ein geistlich produktiver Tag gewesen sein? Ja, ich habe den Wäscheberg abgetragen und die offenen Rechnungen bezahlt – aber wie habe ich mich geistlich entwickelt?

Geistlich produktiv zu sein bedeutet, dass ich die Sünde gesehen habe, die in meinem Fleisch wohnt (Römer 7,17-20), und mich davon gereinigt habe. Die Irritation wegen meines Kollegen, die Frustration, wenn nicht alles so läuft, wie ich es will, oder die Ungeduld wegen des trägen Computers – diese Dinge können unbedeutend wirken, aber sie können im Alltag auftauchen, und ich muss lernen, davon frei zu werden. Geistlich produktiv zu sein bedeutet, Fortschritte darin zu machen, mit der „Sünde in meinem Fleisch“ abzurechnen. Wenn ich glaube, dass ich durch den ganzen Tag kommen kann, ohne versucht zu werden, dann bin ich ganz einfach nicht wachsam, denn die Versuchungen zur Sünde werden immer in meinem täglichen Leben zu Tage treten. Wenn ich sie nicht sehe, dann deshalb, weil ich keine geöffneten Augen dafür habe.

Das ist wirklich ernst! Wie kann ich von der Sünde frei werden, wenn ich nichts sehe, wovon ich mich reinigen soll?

Schuld daran ist, dass ich mit meiner „Art und Weise“ zu leben zufrieden geworden bin. Ich habe nicht mehr das Verlangen im Herzen und die Not, damit aufzuhören, nach den Lüsten des Fleisches zu leben (1. Petrus 4,1-2), sodass ich in Christi Bild verwandelt werden kann – ich habe keinen echten Hass gegen die Sünde. Das ist extrem gefährlich. Dann werde ich selbstzufrieden, weil ich die Sünde nicht mehr als überaus sündig sehe (Römer 7,13).

Ich muss bewusst daran arbeiten

Ich würde es ja nicht genau so gesagt haben, wenn ich daran gedacht hätte; ich gehe ja nicht herum und denke: „Ich bin zufrieden mit mir und brauche mich nicht zu reinigen.“ Es ist eher so, dass ich nicht darauf achte, wenn der Geist zu mir spricht, und dass ich es nicht sehe, wenn ich zum Beispiel eine Gelegenheit gehabt hätte, mich zu demütigen.

Wenn ich mit meinem geistlichen Zustand zufrieden bin – wie kann ich mich dann entwickeln? Ich kann keine Fortschritte machen, wenn ich keinen Bedarf dafür sehe. Ich wurde ja nicht mit einer vollkommenen Geduld geboren, oder mit der Eigenschaft, anderen leicht vergeben zu können, usw. Doch mit Gottes Gnade kann ich so werden. Ich kann tatsächlich göttliche Natur erlangen! Aber ich kann nur zu göttlicher Natur kommen, indem ich mich beständig von allem reinige, das ich sehe, was von meinem Fleisch hervorkommt (2. Petrus 1,2-4). Ich muss jederzeit bewusst an meiner Erlösung arbeiten (Philipper 2,12).

Ich muss mehr Zeit dafür gebrauchen, in meiner Bibel zu lesen, um mich mit Gottes Wort zu füllen. Dort finde ich die Waffen, die ich in meinen täglichen Situationen anwenden kann. Ich muss daran denken, mein Gedankenleben dazu zu benutzen, für mich und für die anderen zu beten, sodass ich nicht in der Leere meines Sinnes umhergehe (Epheser 4,17). Ich kann die anderen durch mein Gebet erbauen und stärken.

Heute Morgen las ich den Vers: „Heute, wenn ihr seine Stimme höret, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung geschah.“ Hebräer 3,15. Wenn ich also Gottes Stimme höre, wenn er zu mir spricht und mich an etwas erinnert, das ich tun soll, so muss ich schnell sein und es tun. Wenn ich aufhöre zuzuhören, oder das, was ich tun oder sagen soll, nicht tue – dann hört Gott auf, mich daran zu erinnern, und ich werde taub gegenüber der Stimme des Geistes. Ich muss jeden Morgen darum beten, die Ohren für die Situationen und Versuchungen des Alltags geöffnet zu bekommen, damit ich schnell sein kann, um zu siegen. Ich muss darum beten, einen Hass gegen die Sünde zu bekommen, sodass, wenn Gott mir etwas in meinem Fleisch zeigt, ich es hassen kann und schnell sein kann, es zunichte zu machen.

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