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Ich komme nicht klar mit den Menschen, mit denen ich zusammenlebe. Was soll ich tun?

Was kannst du tun, wenn du mit jemanden zusammenlebst, der „schwierig“ ist?

Nach einem langen Arbeitstag komme ich endlich nach Hause, hoffe auf eine warme Mahlzeit und freue mich darauf, mich mit warmen Socken und bequemer Kleidung gemütlich auf dem Sofa auszustrecken. Aber natürlich läuft es nicht so wie geplant.

In der Spüle stapelt sich das Geschirr, der Boden fühlt sich verdächtig klebrig an und der Trockner piept, weil wieder eine Ladung Wäsche fertig ist. Und damit nicht genug – ich sehe auch noch meine Zimmergenossin, die sich auf der Couch bereits den bequemsten Platz ergattert hat. Und das inmitten des Durcheinanders unseres Hauses.

Ärger und Zorn beginnen in mir zu hoch zu kochen.

So war das schließlich nicht gedacht! Warum soll ich immer wieder hinter ihr herräumen? Schon immer war das so! Warum soll ich mir das alles gefallen lassen? Jetzt bin ich an dem Punkt, zu kapitulieren!

Die Macht negativer Gedanken

Hast du schon mal festgestellt, dass negative Gedanken die Tendenz haben, sich mit rasanter Geschwindigkeit aufzubauen? Mit einem einzigen Gedanken beginnt es, doch schon sehr bald kann dieser sich zu einem „Bienenschwarm“ in meinem Kopf entwickeln. Ein Gedanke kommt zum andern und so dauert es nicht lange, bis ich mich schließlich in Selbstmitleid und Empörung suhle.

Ich bin sicher, dass ich richtig liege! Ist es nicht mehr als recht, dass meine Zimmergenossin ihre eignen Sachen wegräumt?

Doch die Wahrheit ist, dass die eigentliche Ursache meiner Ungeduld nicht meine unordentliche Zimmergenossin ist, sondern viel mehr die Sünde, die in mir selbst wohnt. (Röm.7,18) Es sind diese negativen Gedanken, die in meinem eigenen sündigen Fleisch entstehen, die mir mein Glück rauben.

Es ist keineswegs mein Wunsch, die Menschen in meiner Umgebung zu verletzen, aber doch kann es so schnell passieren, dass ein kaltes, bitteres Wort über die meine Lippen kommt –  ausgehend nur von einem unzufriedenen Gedanken.

Ich lege keinen Wert darauf, mit meiner Zimmergenossin eine Diskussion anzufangen, aber was soll ich machen, wenn ich dieser Situation gegenüberstehe und an meinen selbstgerechten Gedanken schier zu ersticken drohe?

Die kleinen Füchse fangen

„Lasst uns die Füchse fangen, die kleinen Füchse, die den Weinberg verderben…“ (Hoheslied 2,15)

Da mir bewusst ist, dass alles – Gutes und Böses – von einem einzelnen Gedanken stammt, muss ich in meinem täglichen Leben wachsam sein und diese missbilligenden oder negativen Gedanken „gefangen nehmen“, während sie noch klein sind, bevor sie sich festsetzen und wachsen dürfen.

Nur die Sünde in meinem Fleisch verursacht Kummer und Sorgen bei mir

Das Verhalten anderer kann mir niemals mein Glück rauben. Nur die Sünde in meinem Fleisch verursacht Kummer und Sorgen bei mir. Welche Gedanken ich einlasse – ob sie vom Fleisch oder vom Geist kommen– ist der entscheidende Faktor und bestimmt meine Freude. Ist mir das bewusst, kann ich glücklich sein, egal was geschieht, denn es liegt ja an mir, wie ich reagiere und welchen Gedanken ich erlaube, in meinem Herzen zu verbleiben.

Ich „sterbe“ meinem Eigenwillen ab

„Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Luk.9,23)

Daran muss ich mich selbst immer wieder erinnern, und dies jeden Tag klar vor Augen haben. Mein Kreuz auf mich zu nehmen bedeutet, meinem Eigenwillen nach dem Fleisch abzusterben. Alle Selbstgerechtigkeit, Ungeduld, Zorn, Ärger – einfach alles, was nicht zu Leben und Frieden führt, muss sterben.

Ich habe keinen Einfluss darauf, was andere sagen und tun, aber ich kann wählen, welchen Gedanken ich in meinem Herzen Raum gebe. Das ist nicht immer einfach, besonders wenn meine eigene Meinung und Ehre auf dem Spiel stehen. Aber mit einem entschiedenen Sinn fange ich an, es zu praktizieren, und von Tag zu Tag wird es natürlicher für mich.

Ich kann wählen, welchen Gedanken ich in meinem Herzen Raum gebe.

Indem ich mich darauf konzentriere,  die negativen Gedanken zu verleugnen und sie in den Tod zu bringen, werde ich nach und nach umgestaltet. (Rom.7,29)
Was normalerweise ein großer Kampf für mich war, entwickelt sich allmählich zu einer immer kleineren Versuchung. Dann ist es gar nicht mehr so schwierig, müde und durchfroren nach Hause in eine unaufgeräumte Wohnung zu kommen, trotz allem meine Zimmergenossin zu segnen und auch noch die Dinge in Ordnung zu bringen, die sie vielleicht vergessen hat. Und sogar mit einem dankbaren Herzen Freude im Haus zu verbreiten.

Habe ich ein reines Herz und suche die Wahrheit, werde ich immer Gottes Willen tun, ob ich nun auf jemanden zugehen, meinen Mund halten oder mit meinem Nächsten freundlich und ermutigend sprechen soll. (Spr.25,15)

Das Leben wird sehr interessant, wenn ich verstehe, dass die Lösung meiner „Probleme“ mit anderen darin besteht, an meiner eigenen Erlösung zu arbeiten! (Philp.2,12)

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