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Ein veränderter Mann

Es ist nun mehr als acht Jahre her, als Mike versuchte knapp 23 Kilogramm Drogen über die Grenze der USA zu schmuggeln. Im Gefängnis gab er Gott ein Versprechen – ein Versprechen, das sein Leben total verändern sollte.

In seinen Handflächen bildete sich Schweiß, dieser kalte Schweiß, der einen am ganzen Körper zittern lässt. Während Mike beobachtete, wie sich die gewaltigen Stahltüren des Staatsgefängnisses öffneten, spürte er, wie sich seine feinen Nackenhaare aufrichteten. Langsam dämmert es ihm, dass er tatsächlich auf frischer Tat ertappt worden war. Bis zu diesem Moment war er sich sehr sicher gewesen, dass dies nie passieren würde.

Nur eine Stunde vorher war Mike mit seinem Anhänger über die internationale Grenze gefahren, „super-cool drauf“ und bereit, die Welt zu erobern. Schließlich hatte er ja nichts zu verbergen! Aber in Wahrheit hatte er die letzten eineinhalb Tage damit zugebracht, sich gründlich auf diesen Moment vorzubereiten. Er hatte sich genügend Zeit genommen, 22,7 Kilo Drogen sorgfältig unter den Bodenplatten des Anhängers zu verstecken, um sie über die Grenze zu schmuggeln.

Ich fühlte mich wie in einem schlechten Traum, von dem ich nicht erwachen konnte.

Als er durch die Tür des Gefängnisses trat, war es  schlagartig mit seiner Selbstsicherheit vorbei.
„Bis zu diesem Moment hatte mein Verdrängungsmechanismus gut funktioniert. Doch plötzlich ergriff mich blankes Entsetzen Mein Magen begann zu rebellieren, als ich merkte, dass es nun tatsächlich ernst war und die Realität mich eingeholt hatte: Ich war geschnappt worden und es gab keinen Ausweg mehr. Ich kam mir vor wie in einem schlechten Traum, aus dem ich nicht erwachen konnte

Dies alles geschah vor über acht Jahren. Es ist schwer, sich vorzustellen, dass dies derselbe Mann ist, mit dem ich nun spreche, während ich mit ihm in seinem Wohnzimmer sitze, umringt von seiner Frau und seinen Kindern.

Mike (28) ist nun ein Familienvater, aber noch mehr – ein bekennender Christ, dessen Leben sich um 180 Grad gedreht hat. Obwohl er jetzt ein gutes Leben führt, ist dies keineswegs immer so gewesen. Denn während seiner Teenagerjahre hatte er einige verkehrte Entscheidungen getroffen, die weitreichende Folgen haben sollten.

Leicht verdientes Geld

„Ich wusste sehr wohl, dass sich mein Leben in eine falsche Richtung bewegte“, sagte er. Er fuhr fort und erzählte, wie er bereits in sehr jungen Jahren mit  „üblen Jungs“ auf dem Schulhof Kontakt pflegte. Dieser Lebensstil setzte sich während der Zeit auf dem Gymnasium bis zum  Erwachsensein fort.

Jeder sagt: „Ich probier´s nur ein einziges Mal“, aber es bleibt nicht bei diesem einen Mal.

Rauchen und Alkoholkonsum führten schließlich auch zu den Drogen und zu dem schicksalsschweren Tag, als er seine Zustimmung gab, Drogen über die Grenze in die USA zu schmuggeln. Hier bestand die verlockende Aussicht auf leicht zu verdienendes Geld und die Möglichkeit, endlich zu Wohlstand zu kommen. Mike war in einem zerrütteten  Elternhaus mit  geringen  finanziellen Mitteln aufgewachsen.
„Mit 15 Jahren fasste ich in meinem Herzen den Beschluss, dass ich unter keinen Umständen so leben würde – niemals.“ Er erzählt, wie er so sehr gehofft hatte, etwas von seinen Schulden zurückzubezahlen, und vielleicht genug zu verdienen, um für seine Mutter ein ordentliches Haus erwerben zu können.

Doch an der Grenze kam alles anders wie geplant. Sein Auto wurde durchsucht, die Drogen aufgespürt und er selbst wurde verdienterweise ins Gefängnis geworfen.

Ein Versprechen an Gott

Zu diesem Zeitpunkt wusste Mike, dass er in eine Sackgasse geraten war. So jedenfalls beschreibt er es mir mit einer leisen, brüchigen Stimme, „Das war der schlimmste Tag meines Lebens…“. Er überlegt und zögert, „Das einzige, was ich in dem Moment tun konnte, war zu beten – dies hatte ich als Kind gelernt. Ich versprach Gott, dass ich mein Leben völlig umkrempeln und nur noch für ihn leben würde, wenn ich er mich nur nicht sterben ließe.

Mike und sein Sohn – 2012Ich hatte Gott versprochen, dass ich ganz für ihn leben wollte, wenn ich nur nicht sterben würde.

Mike erzählt weiter, wie er im Gefängnis von Menschen umgeben war, die nichts als Hass und Bosheit in ihrem Sinn hatten. Es reichte schon, nur an ihren Zellen vorbeizugehen, um Angst und Schrecken zu empfinden. Er wünschte sich von ganzem Herzen eine zweite Chance zu bekommen.

Betrachtet man diesen Mann heute, wie er  in seinem Wohnzimmer bei seiner Frau und seinen Kinder sitzt, dann ist es schwer, sich ihn anders vorzustellen. Er ist tatsächlich ein veränderter Mensch! Natürlich war ich war neugierig zu erfahren, was ihm geholfen hat, einen neuen Weg einzuschlagen. Wie war so etwas überhaupt möglich?

Er gab Gott dieses Versprechen in der dunklen Gefängniszelle und war fest entschlossen, für immer daran festzuhalten. Nachdem er schließlich aus dem Gefängnis entlassen worden war, begann er an Gottesdiensten der Christlichen Gemeinde (DCG) teilzunehmen, die er schon als Kind besucht hatte. Es dauerte eine Weile, doch als er Gottes Wort hörte, das im Geist des Glaubens gesprochen wurde, fasste er auch Glauben für sich selbst. Er sah Menschen, in deren Leben bereits eine Verwandlung stattgefunden hatte. Er begann zu glauben, dass es auch für ihn möglich sein würde, zu einem neuen Leben zu kommen! „Gedenket nicht an das Alte und achte nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soll es aufwachen, und ihr werdet´s erfahren, dass ich Weg in der Wüste mache und Wasserströme in der Einöde.“ Jesaja 43, 18-19

Die Vergangenheit bereinigen

Er räumt ein, dass es ein harter Weg durch die „Wüste“ war, seine Vergangenheit in Ordnung zu bringen, ohne dabei in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Ihm war klar, dass er sich zu allererst von aller schlechter Gesellschaft „ganz und gar befreien“ musste, ansonsten würde es nicht lange dauern, bis er wieder auf seine alten Wege zurückgezogen werden würde.
Folgender Bibelvers klang in seinem Herzen: „ Lasst euch nicht irreführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten“ 1.Kor.15,33 (Menge Übersetzung)

Später ging  ihm auf, dass das eigentliche Problem viel tiefer lag, und dass es sein eigener Stolz und seine Geldliebe waren, die ihn zu Fall gebracht hatten. „Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchungen und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Habsucht ist eine Wurzel alles Übels; wie etliche gelüstet hat und sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen“. 1.Tim.6,9-10

Er nahm sich die darauffolgenden Verse zu Herzen: „Aber du, Gottesmensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottesfurcht, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut;
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!”
Mike musste um jeden Zentimeter Fortschritt kämpfen, aber dann wurde es für viele sichtbar, dass dieser tatsächlich stattfand. Obwohl er sich nicht gerade als „Leseratte“ bezeichnen würde, wurde doch die Bibel zur Richtschnur für sein Leben.

Obwohl er sich nicht gerade eine als  „Leseratte“ bezeichnen würde, wurde doch die Bibel zur Richtschnur für sein Leben.

Mike muss bis heute die Konsequenzen seiner damaligen Entscheidungen tragen. Denn die Tatsache, dass er sich dazu bestimmt hat, ganz für Gott zu leben, löschte die Vergangenheit nicht einfach in einem  Augenblick aus. Doch ist er entschiedener als je zuvor, seinen Glauben an Gott festzuhalten, und nie auf seine früheren Wege zurückzukehren.

Eine Bereicherung für die Gesellschaft

Mike widmet heute seine Zeit der Arbeit mit der örtlichen Jugendgruppe und hofft, den Jugendlichen zur Hilfe zu sein, damit sie ihr Leben- im Gegensatz zu ihm-  einmal positiv gestalten können.

Einige dieser Jugendlichen haben die Veränderung von Mike mit eigenen Augen gesehen und sind Zeugen seiner inneren Verwandlung. Wo er früher barsch und arrogant war, ist er nun freundlich und voller Fürsorge.

Fragt man Mike, was er Jugendlichen sagen würde, die sich demselben Druck ausgesetzt fühlen, den er damals als Teenager erlebt hat, antwortet er: „ Liebend gerne  würde ich diesen Mädchen und Jungen ersparen, denselben Weg zu gehen, den ich gegangen bin. Ich möchte sie eindringlich dazu ermahnen, sich von allem fernzuhalten, was mit Alkohol und Drogen zu tun hat, und vorsichtig zu sein bei der Wahl ihrer Freunde!“

Er schüttelt mit dem Kopf und sagt mit Überzeugung: „Wenn ich zurückblicke, dann fing es eigentlich mit einer Zigarette an und alles andere entwickelte sich daraus. Alle behaupten: ‚Ich probier‘s doch nur ein einziges Mal‘. Doch bei diesem einen Mal bleibt es nicht“.

Mike möchte sich gar nicht ausmalen, welchen Schaden er angerichtet hätte, wenn seine Schmuggel-Aktion erfolgreich gewesen wäre. „Kein Tag vergeht, an dem ich nicht bereue, solch törichte Entscheidungen getroffen zu haben.“

Ich danke ihm für seine Offenheit und Ehrlichkeit. Hier ist ein Erwachsener, der nicht nur aus seinen Fehlern gelernt hat, sondern auch eine Bereicherung für die Gesellschaft geworden ist.

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