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Ein neues und glückliches Leben – am Kreuz!

„Egal wo du wohnst oder wer du bist – du kannst vollkommen glücklich werden.“

„Egal wo du wohnst oder wer du bist – du kannst vollkommen glücklich werden“, sagt Nadya Georgieva aus Bulgarien. Sie weiß, wovon sie redet und möchte gerne ihre Geschichte mit uns teilen.

Nadya Georgieva sitzt vor mir mit einem warmen Lächeln im Gesicht. Nadya ist 36 Jahre alt und arbeitet in der Buchhaltung. Sie ist offensichtlich eine stille und ruhige Person, die nicht viel aus sich selbst macht. Trotzdem strahlt sie eine bemerkenswerte Wärme und Liebe aus, deren Ursache ich gerne erfahren will.

Nadya wuchs in einer kleinen Stadt in Bulgarien auf, nur zehn Minuten von der Grenze Griechenlands entfernt. Der Kommunismus war damals die herrschende Ideologie im Land und Werte wie Gleichheit und Zusammenhalt wurden großgeschrieben. Nadya und ihre zwei Schwestern erlebten mit ihren Eltern eine sichere und gute Kindheit in der Stadt Petrich.

In der Schule war Nadya unter den besten. Sie engagierte sich wie die meisten anderen bei vielen Aktivitäten. Jeden Abend war etwas los. Nadya nahm bei allem teil, angefangen bei Basketball und der Mathe-Gruppe, bis hin zu Tanz und Chor.

Als Jugendliche bekam Nadya oft Rückmeldung zu ihrem Verhalten. Die Leute fanden, dass sie oft ärgerlich war. Wenn die Mutter sie um etwas bat, war ihre erste Reaktion: „Warum soll ich das machen?“ In der Schule musste sie immer Recht haben und diskutierte bis sie erreicht hatte, was sie wollte.

„Ich war von meiner eigenen Natur geplagt; von diesen negativen Eigenschaften meiner Art, die immer zum Vorschein kamen, wenn ich mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen war. Das Ideal im Kommunismus war zu teilen, einander zu helfen, gut zu sein und so weiter. Obwohl ich davon hörte, schaffte ich es nicht zu tun.“

Am Abend besuchte Nadya oft ihre christliche Oma. Auch wenn sie selbst nicht an Gott glaubte, liebte sie es, wenn ihre Oma Geschichten aus der Bibel erzählte.

„Es war, als ob ich eine andere Welt sehen konnte. Eine Welt, die weit von der materiellen Welt entfernt war, in der ich lebte, in der alles auf der menschlichen Vernunft basierte.“

„Die Geschichte von Josef hat mich besonders fasziniert. Er wurde als Sklave nach Ägypten verkauft und ins Gefängnis geworfen. Aber trotzdem bekam er Kraft von Gott, um glücklich und dankbar zu sein.“

Ein Wendepunkt

Nadya spürte, dass zwischen dem Leben, das sie bei den verschiedenen Glaubenshelden in der Bibel sah, und dem Leben, das sie lebte, ein Unterschied bestand. Als 15-jährige erlebte sie einen unmittelbaren Wendepunkt, der ihr Leben für immer verändern sollte.

Ein kurzer, einfacher Vers, den ihr ihre Oma aus der Bibel vorlas, öffnete Nadya die Augen dafür, wer Gott wirklich war. Das erschütterte den atheistischen Gedanken, mit dem sie aufgewachsen war und der im übrigen Land herrschte.

Sie zitiert aus 1. Johannes 4,12:

„Niemand hat Gott jemals gesehen.“

Plötzlich wurde Nadya so klar, dass sie nicht darauf warten konnte, Gott mit ihren eigenen Augen zu sehen. Ihn hatte ja niemand zuvor gesehen. Es galt ganz einfach zu glauben.

„Glauben, dass auch sie Zugang zu der Hilfe und Kraft bekommen konnte, die die Glaubenshelden aus der Bibel hatten.“

Nadya bekehrte sich zu Gott, ohne ganz zu verstehen, was das mit sich bringt. Aber Gott machte ihr die Worte in der Bibel lebendig.

„Ich erlebte eine enorme Gnade und Salbung von Gott. Das war ganz wunderbar. Das war eine Zeit, in der ich mich verändern konnte. Ich schaffte, nicht mehr zornig zu sein, einfach aufgrund der enormen Freude, die ich bekam, weil ich in Verbindung mit Gott stand.“

Nadya war fasziniert von Gottes Wort. Sie konnte Tag und Nacht in der Bibel lesen. „Es war wie lebendiges Wasser“, erzählt sie freudig. Es ist deutlich, dass ihr diese Jugenderinnerung noch frisch im Gedächtnis sitzt.

Sie bekam die “alte Nadya” zu sehen

Nach dieser kurzen Periode mit Freude über die Erlösung erlebte Nadia wieder ihre eigene Natur. Sie bekam „die alte Nadya“ zu sehen – mit ihren natürlichen Lüsten und Verhaltensweisen.

Gottes Wort entfachte in ihr eine große Not mit all diesem fertig zu werden. Es reichte nicht, einfach eine Faust zu ballen, wenn der Zorn aufbrauste. Sie wünschte sich frei zu werden. Frei vom Egoismus. Fertig mit aller Forderung und Unzufriedenheit, die hervorkommen und sich geltend machen wollte.

Als Nadya mit 16 Jahren getauft wurde, fragte sie der Priester in der Kirche, warum sie Christin wäre. Nadya erzählte ihm, dass ihr Zeugnis der Vers aus dem Johannes Evangelium 14, 15 war:

„Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.“

Das war ihre Hoffnung. Sie liebte Jesus und wollte gerne die guten Gebote halten, von denen sie viel gelesen hatte.

„Nach der Taufe war ich unglaublich enttäuscht. Meine alte Natur begann mich noch mehr zu plagen. Jetzt war ich Christin und trotzdem schaffte ich nicht, mich zu verändern. Ich kam in Not.“

Nadya bekam ständig zu hören, dass Jesus am Kreuz starb, damit uns unsere Sünden vergeben würden. Unterdessen war ihr das nicht mehr Trost genug.

„Ich erlebte ein Verlangen danach, nicht nur Vergebung für die Sünden zu bekommen, sondern stattdessen eine ganz neue Person zu werden.“

Neue Hoffnung

Kurze Zeit später bekam die Gemeinde in Petrich Besuch von einigen Christen der Brunstad Christian Church. Nadya hörte ein Lied aus dem Liederbuch, das die Gäste mit sich hatten, das ihr neue Hoffnung gab.

„Ich hörte unter anderem ein Lied mit dem Text ‚Ich will auch das Wort vom Kreuze, tragen zu dem Sündenknecht‘. Das brauche ich. Das ist der Weg“, dachte ich.

Nadya, die sich bis dahin als ein Knecht oder Sklave unter der Sünde gefühlt hatte, sah jetzt das Kreuz als einen Ausweg in die Freiheit. Obwohl Jesus ganz unschuldig war, starb er am Kreuz auf Golgatha, so dass uns unsere Sünden vergeben wurden.

„Aber ich sah auch, dass das Kreuz so viel mehr als das war. Jesus tötete oder verleugnete jeden Tag seinen eigenen Willen, in allen Versuchungen die ihm begegneten. Er wählte immer Gottes Willen statt seinen eigenen zu tun. In Lukas 9, 23 nennt er das „sein Kreuz auf sich nehmen“ – lange bevor er auf Golgatha gekreuzigt wurde.

Nadya verstand jetzt, dass Jesus nicht nur die Auswirkungen der Sünde verleugnete – böse Worte, schlechte Taten usw., sondern er nahm den Kampf gegen die Lüste selbst auf, die in seiner Natur wohnten – seinen Eigenwillen oder die „Sünde im Fleisch“, wie die Bibel es nennt.

An diesem „täglichen Kreuz“ erhielt die Sünde ihren endlichen Tod – bevor sie zur Handlung wurde. Jesus starb nicht nur am Kreuz, um uns unsere Sünden zu vergeben, sondern er hinterließ uns ein Beispiel, dem wir nachfolgen können. Dass er seiner Lust nie nachgab, zornig, neidisch, beleidigt und so weiter zu werden, gab auch Nadya die Möglichkeit, den gleichen Weg zu gehen.

„Die Worte, die Paulus in Galater 2,20 schreibt, bekamen eine ganz neue Bedeutung für mich“, erzählt sie:

„Ich bin mit Christus gekreuzigt, ich lebe nicht mehr länger selbst, sondern Christus lebt in mir.“

„Mir wurde so klar, dass Christi Leben in mir hervorkommen kann, wenn ich meinen Egoismus und alle Forderung, die ich in mir spüre,töte“, erklärt Nadya eifrig.

Nadya erlebte, dass das Kreuz funktionierte

Jetzt begann sich Nadyas Leben zu verändern. Sie muss lächeln, wenn sie an den verwunderten Gesichtsausdruck ihrer Mutter denkt, als die ihre Tochter fragte, ob sie ihr mit etwas helfen könnte. „Ja, das mach ich“, sagte ihre 17-Jährige, die früher so eigensinnig war, bevor die Mutter überhaupt ihre Frage beenden konnte.

„Ich erlebte, dass das Kreuz funktionierte. Ich dachte, dass wenn es in den kleinen Situationen funktionierte, dann würde es auch funktionieren, wenn ich größeren Dingen begegnen würde“, sagte sie mit einem breiten Lächeln.

Hoffnung und Glauben für die Zukunft

Endlich Sieg zu erleben war für Nadya ein großer Trost. Das gab ihr Hoffnung und Glauben für die Zukunft: Glaube an ein Leben, in dem sie ständig mehr verwandelt werden kann, einen Tag nach dem anderen. Anstatt eine zornige und böse Person zu sein, konnte sie froh und dankbar werden.

Wenn ich jetzt die 36-jährige Frau ansehe, die vor mir sitzt, erkenne ich viele Spuren von der eigensinnigen Person, die sie aus der Kindheit schildert. Ich frage scherzhaft, ob sie jetzt vollkommen ist – ob sie das Kreuz nicht länger brauchte.

Nadya lacht laut, während sie antwortet, dass sie das nicht ist. „Ich brauche es mehr als je zuvor. Obwohl ich über viele Dinge Sieg bekommen habe, gibt Gott mir immer noch Licht über neue Gebiete in mir, wo das Kreuz wirken kann. Dann gilt es ja, weiter meinen eigenen Willen zu verleugnen, damit Jesu Leben mehr und mehr durch mein Leben zum Vorschein kommt.

Als Maßstab für ihr eigenes Leben benutzt Nadya den Vers aus Römer 14,17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit Friede und Freude in dem Heiligen Geist.“ Wenn sie diesen Frieden und diese Freude im Herzen hat, dann weiß sie, dass sie Gottes Willen befolgt.

„Diese Freude habe ich erlebt! So habe ich es, wenn ich Gottes Wort gehorsam bin“, sagt Nadya.

Beginne mit den kleinen Situationen

Zum Schluss frage ich Nadya, ob sie noch einen Appell an die Leser richten möchte, die noch keinen Glauben an das Leben bekommen haben, den sie selbst als Jugendliche bekam.

„Ja, das möchte ich“, sagt Nadya ruhig aber inniglich. „Vertrau auf Gott – nicht auf deine Vernunft. Gott ist allmächtig. ER kann alles verändern. Er kann einen unglücklichen Menschen glücklich machen. Egal wo du wohnst oder wer du bist: du kannst vollkommen glücklich werden.

In Nadyas Stimme liegt Überzeugung. Das hat sie selbst erlebt.

„Als erstes: wende dich Gott zu. Der Ausgangspunkt ist, dass du willig bist, ihm mit deinem ganzen Herzen zu dienen. Fang mit den ganz kleinen Situationen an. Er macht, dass du immer froh und dankbar sein kannst; ganz unabhängig von den Gefühlen, die auf und ab gehen und von der Umgebung, in der du lebst.

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Ich bin mit Christus gekreuzigt

Dieses Buch basiert auf den Versen in Galater 2,19-20: «Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.» Hier erklärt Elias Aslaksen, was dies bedeutet, und wie der Leser im eigenen Leben das gleiche Zeugnis wie Paulus erhalten kann.

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