Von Gott ernannte „Treiber“

Bist du schon Persönlichkeitstypen oder Situationen begegnet, die in dir anscheinend immer das Schlimmste wecken?

Verfasst von Julie Browne
Von Gott ernannte „Treiber“

In Großbritannien gehören Jagd und Schießen bei vielen zu den beliebtesten Sportarten. Um bei der Fasanenjagd zu helfen, werden Leute angestellt, die durch die Felder gehen und „treiben“ – sie sollen mit Stöcken auf die Erde schlagen, damit die Vögel auffliegen und auf diese Weise ein leichtes Ziel abgeben. Diese „Treiber“, vom Jagdmeister angeworben, gehen also vor dem Jäger her, um das Wild aufzuscheuchen. Aber der Jäger muss aufmerksam sein, um zu sehen, was aufgescheucht wird, sonst entkommt ihm die Beute und der ganze Einsatz war vergeblich.

Die von Gott ernannten „Treiber“

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass es gewisse Persönlichkeitstypen oder Situationen gibt, welche für mich „Treiber“ sind. Sie gehen vor mir her, oder wir begegnen uns auf die eine oder andere Weise, und Gott braucht sie, um meine Natur „aufzuscheuchen“ – was bedeutet, dass meine sündigen Neigungen oder Reaktionen für mich sichtbar werden.

Aber die Frage ist: Wie wach bin ich für die Dinge, die offenbar werden oder die aufgescheucht werden, so dass ich sie sehen kann? Arbeite ich zusammen mit dem „Herrn der Jagd“ – mit Gott –, so dass die „Beute“ des Tages mir nicht entwischt – diese Gelegenheit, mein Fleisch zu kreuzigen? Bin ich schnell zu sehen und mir einzugestehen, was ich sehe? Oder werfe ich diese neue Möglichkeit weg, gereinigt und verwandelt zu werden – von meiner Natur freigemacht zu werden?

Es ist sehr leicht, die Fehler bei den anderen zu sehen und vielleicht ihr Verhalten in den verschiedenen Situationen zu kommentieren. Stattdessen sollte es aber mein Anliegen und mein Interesse sein, das zu sehen, was von meinem eigenen Fleisch hochgescheucht wird, so dass ich weiter verwandelt werden kann, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

Wenn ich daran denke, werde ich an den Vers erinnert: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ Matthäus 5,6.

Wie sehr dürste ich danach, meine eigene Natur zu sehen? Bete ich um erleuchtete Augen des Herzens? Habe ich Hunger und Durst nach Erlösung? Oder schlage ich nur den Treiber – so dass ich eine Möglichkeit für Erlösung verpasse und gleichzeitig um mich herum viel Unruhe verbreite, weil ich dem Licht widerstehe, das Gott mir geben will, weil ich erwarte, dass die anderen Menschen sich selbst sehen sollen?

„Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehört mit der Sünde …“ 1. Petrus 4,1-2. Am Ende soll es so werden: Die Treiber kommen, um aufzuscheuchen, was aufgescheucht werden muss, aber es ist nichts mehr da, was aufgescheucht werden kann! Das ist mein tägliches Ziel: Wenn andere Menschen mit mir zu tun haben, sollen sie nur den Geist schmecken und sehen, der dadurch zum Vorschein kommt, dass ich „mit Christus gekreuzigt“ bin, anstatt dass ich wie früher mit Ärger und Frustration reagiere.

Viel Glück bei der Jagd!

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