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Vergebung der Sünde

Die Sündenvergebung ist eine der größten Geschenke, die wir je erhalten können. Sie ist der Anfang des christlichen Lebens, und sie ist eines der Resultate von Jesu Leben. Was beinhaltet die Sündenvergebung, wie können wir sie empfangen, und was geschieht danach?

Jesu Arbeit

Alle, die zum Glauben an Jesus kommen und ihn darum bitten, ihnen ihre Sünden zu vergeben, weil sie sich davon abgewendet haben, erhalten unverdient und aus Gnade Vergebung. Die Voraussetzung ist nicht, dass wir wir irgendeine Leistung vorweisen müssen, um Sündenvergebung empfangen zu können. Dies können wir deutlich daran sehen, wie Jesus dem Verbrecher am Kreuz, nachdem dieser sich von seinen Sünden bekehrt hatte, den Weg zum Paradies öffnete: «Ich sage dir, heute noch sollst du mit mir im Paradiese sein!» «Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.» (Johannes 3,16).

«Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist.» (Römer 3,21-24).

Jesus hat unsere Sünde und die Sünde der ganzen Welt getragen, sowohl an seinem Leib als auch in seinem Leib. Als er am Kreuze starb, tilgte er den gegen uns ausgestellten Schuldbrief aus – die Verdammnis , die enstanden war, weil wir das Gesetz gebrochen haben. «Der Sünde Sold ist der Tod.» (Römer 6:23) Diese Verdammnis nutzt Satan voll aus, um die Menschen vor  Gott anzuklagen. Doch nun gibt es keinen Grund mehr zur Anklage – Jesus hat die Macht des Teufels zerstört, indem er alle Sünde überwand, die durch den Sündenfall in die Welt gekommen war. Die Schuld der Sünde ist bezahlt.

Zu keiner Zeit vermochte der Teufel es,  Jesus dazu zu überreden oder zu verführen, seinen eigenen Willen zu tun. Im Gegenteil, durch Gottes Hilfe, durch Macht und Gnade vom Himmel siegte Jesus in jeder Versuchung. Diese Arbeit geschah in seinem Leib, in seinem Fleisch, und dadurch bekam er Macht über den Tod. Durch diese seine Arbeit haben auch wir die Möglichkeit erhalten, für die von uns begangenen Sünden Vergebung zu empfangen.

Paulus sagt es so:

«Und er hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden. Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.» Kolosser 2, 13-14.

 

Wer im alten Bund sündigte, galt im Hinblick auf das Gesetz als schuldig und wurde bestraft. Einige wurden sogar zum Tode verurteilt. Aufgrund der Sünde musste ständig geopfert werden, aber diese Opfer vermochten es nicht, die Sünde zu entfernen. (Hebräer 10,1-4). Doch Jesus, Gottes eingeborener Sohn, nahm alle Sünde der Welt auf sich. Er nahm sozusagen die gesamte Schuld für alle im Laufe der Weltgeschichte begangenen Sünden auf sich.  Er gab niemals der Versuchung nach, so wie alle Menschen es vor ihm getan hatten. Nein, in der Kraft des ewigen Geistes, der mit ihm war, siegte er über die Sünde, die durch den Sündenfall hereingekommen war, und der die Ursache für alle Sünden war, die im Laufe der Zeitgeschichte begangen wurden. Auf diese Weise tilgte er den Schuldbrief gegen uns aus! Dies ist unfassbar groß! Es bedeutet, dass wir an Jesu Leben Anteil bekommen können, ohne dass wir viele gute Werke vorzeigen müssen, um es sich zu verdienen – wir sind aus Gnade erlöst worden!

Durch diese unverdiente Gnade kann deshalb jeder Mensch Vergebung für seine begangenen Sünden empfangen. Doch wollen wir ein Leben als Jünger Jesu beginnen, so gibt es einige klare Bedingungen. Petrus sagt: «So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden, damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn…» (Apostelgeschichte 3,19-20). Die ganzherzige Bekehrung muss dazu führen, dass wir uns von unserem alten Leben, als wir der Sünde dienten und die Welt mit unserem Sinn suchten, abwenden. Wir müssen einen neuen Weg einschlagen, auf dem wir Gott und das Himmlische suchen. Wir können auch nicht damit weitermachen, im Verborgenen zu sündigen. Als Jesus Paulus auf seinem Weg nach Damaskus begegnete, sagte er zu ihm: «…um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott.. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich.» (Apostelgeschichte 26,16-18).

«Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.» (1. Johannes 1,9). Es ist wichtig zu verstehen, dass die Vergebung der Sünden nicht das endgültige Ziel eines Jüngers ist, sondern der Anfang eines neuen Lebens, in dem wir leben können, ohne zu sündigen! Paulus beschreibt dies auf eine herrliche Weise: «Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben.» (Römer 6,22). Anteil an der Heiligung zu erhalten bedeutet, dass wir mehr und mehr Anteil an Gottes Natur bekommen.

«Das Meer des Vergessens»

In Jesaja lesen wir, was Gott über die Zukunft sagt: «Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde. …Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.» (Jesaja 43,18-19,25).

Bitten wir Gott darum, uns unsere begangenen Sünden zu vergeben und sind wir fest entschlossen, diese Sünden nicht mehr zu tun, wird Gott die Übertretung austilgen, und sich nicht mehr daran erinnern.

«Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füsse treten und alle Sünden in die Tiefe des Meeres werfen.» (Micha 7,19).

Gott wirft alle Sünden, die wir getan haben und für die wir um Vergebung gebeten haben, in dieses «Meer». Haben wir gegenüber anderen Menschen gesündigt und ihnen geschadet, müssen wir dies, wenn möglich, in Ordnung bringen. Doch genauso  müssen wir auch die Sünden, welche andere uns gegenüber getan haben, in dasselbe Meer werfen. So wie Gott müssen auch wir unseren Mitmenschen ihre Sünden und das Unrecht, das sie uns gegenüber begangen haben, vergeben können.

Wir müssen vergeben

Jesus lehrte seine Jünger zu beten, und dies ist ein Teil des sogenannten «Vater unser»: «Vergib uns unsere Schuld, so wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.» (Matthäus 6,12).

Es gibt eine klare Bedingung, um Vergebung der Sünden empfangen zu können: Wir müssen auch die Sünde und das Unrecht, von der wir glauben, dass andere es uns angetan haben, vergeben. Wir sehen, dass Jesus dies im Gebet «Vater unser», das er seine Jünger lehrte, deutlich unterstreicht.

Lies auch Matthäus 18,25-35. Hier wird deutlich, wie Jesus die Sache mit der Vergebung ansieht. Wenn Gott uns vergibt, sind wir dazu verpflichtet, auch unserem Bruder zu vergeben. Ohne einen vergebenden Geist hören wir auf, Gott zu dienen, und Satan bekommt Macht. Sind wir nicht nicht in der Lage, unserem Bruder zu vergeben und beginnen ihn zu hassen, verbleiben wir im Tod und haben keine Zukunft. Johannes sagt, dass wir vom Tod ins Leben gekommen sind, weil wir die Brüder lieben. (1. Johannes 3,14) Hierin liegt unsere Zukunft!

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