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Das Wort, das keiner hören will

Das Wort "Krebs" macht einen besonders starken Eindruck.

Wir treffen Synøve Østgård bei einem Eis und einer Tasse Kaffee. In dem Gespräch geht es um ein Erlebnis, das uns vor zwei Jahren sehr beeindruckte. Es war, als der Arzt das Wort sagte, das keiner hören will.

Der November 2008 war für Synøve ein besonderer Monat. Sie war abgespannt und müde, hatte alle Hände voll zu tun und wollte bald den Weihnachtsschmuck anbringen.

An diesem Donnerstag kam sie gegen 18.00 Uhr von der Arbeit nach Hause. Aber anstatt mit dem Schmücken anzufangen, wie sie es geplant hatte, entschloss sie sich, eine Freundin anzurufen. Das beklemmende Gefühl wollte sie überwältigen. Jetzt musste etwas geschehen, sie musste mit jemandem reden.

”Ich bin so erschöpft”, sagte sie. Mehr schaffte sie nicht zu sagen. Die nachfolgenden Worte wurden nur zu einem langen, unverständlichen Stöhnen. Bevor ihr schwarz vor Augen wurde, schafft sie noch zu denken: ”Jetzt sterbe ich.”

Kurz danach bekam ihr Sohn einen Anruf. ”Du musst in das Zimmer deiner Mutter gehen. Ich glaube, es ist etwas mit ihr passiert.” Die Kinder finden die Mutter bewusstlos auf dem Boden. Synøve kam ins Krankenhaus, wo sie glaubten, sie hätte einen epileptischen Anfall bekommen. Einige Stunden später. bekam sie einen neuen Anfall. Der Arzt sagte ihrem Mann, dass sie etwas im Kopf gefunden hätten, das sie näher untersuchen wollten. Noch ahnte niemand, was eigentlich geschehen war.

Das Wort, das keiner hören will

Ein Tumor im Gehirn, Krebs! Diese Mitteilung kam ganz unerwartet. Der Arzt hatte im Gehirn einen Tumor entdeckt und damit auch die Ursache der Anfälle. Das war eine schockierende Nachricht für Synøve, ihren Mann und ihre Kinder. Die Ärzte sagten das Wort ”Krebs”.

“Ich musste richtig kämpfen, damit es nicht über mich kommt: ‘Ich habe Krebs, ich hatte Krebs, ich werde vielleicht an Krebs sterben.'”

Nur wenige Wochen zuvor hatte Synøve einen Bibelvers gelesen: ”Denn ich weiß, dass dies mir zum Heil werden wird”(Philp. 1,19). In diesem Vers fand Synøve während der Krankheitszeit einen großen Trost. Vom ersten Augenblick an war sie überzeugt, dass diese etwas bewirken sollte, in ihrem Leben und vielleicht auch im Leben anderer.

Todesangst

Der erste Gedanke für Synøve war, sich Sorgen zu machen. Das war schon immer ihre Neigung. Sie machte sich Sorgen, wenn die Kinder bei Glätte unterwegs waren, oder wenn sie nicht wusste, wo sie waren. Musste sie sich dann nicht auch jetzt Sorgen machen, ob sie stirbt?

“Eines Abends im Krankenhaus merkte ich, dass Todesangst mich ergreifen wollte. Ich bekam Angst. ”Lieber Gott, jetzt musst du die Steuerung übernehmen, meinen Körper, meine Familie, alles. Ich übergebe mich dir ganz und gar, damit du es genau so machen kannst, wie du denkst.” Dann schlief ich ein, und ich schlief gut. Seitdem war das meine Haltung, selbst wenn diese Worte ”Lieber Gott, jetzt musst du übernehmen” geprüft wurden. Ich musste kämpfen, um dabei zu bleiben. Ständig musste ich den Glauben daran ergreifen. Selbst wenn ich nicht sofort zur Ruhe kam, so wurde ich ständig an das erinnert, was ich Gott sagte.”

“Stell dir vor, ich werde sterben, wenn ich 80 Jahre alt bin, und dann habe ich jeden einzelnen Tag dadurch verdorben, dass ich mir Sorgen mache. Oder stell dir vor, ich sterbe in einem Jahr, und dann benutze ich das Jahr, um mir Sorgen zu machen.”

Der Tumor muss weg

Selbst wenn man nicht wusste, ob Synøves Tumor gutartig oder bösartig war, so war er doch so groß, dass er eine Bedrohung darstellte. Wenn er weiterwachsen würde, würde er weitere Anfälle verursachen und das Gehirn schädigen. Deshalb entschieden sich die Ärzte dafür, den Tumor durch eine Operation zu entfernen.

Ganz sicher bin ich vor und nach der Operation von Gebeten getragen worden. Für meine Familie und Freunde muss es viel schlimmer gewesen sein. Ich glaube nicht, dass ich sehr ängstlich und beschwert war. So war es nicht. Das ist alles zu Gottes Ehre! Ich bin eigentlich nicht so!

Vor der Operation wurde Synøve gesagt, dass das Risiko besteht, sie könne rechtsseitig gelähmt werden. Eine Gehirnoperation ist kompliziert, und die Ärzte wünschten, dass sie die Risiken verstehen sollte. Sie wussten auch nicht, was sie vorfinden würden, nachdem sie den Tumor entfernt hatten Gibt es Metastasen? Ist er bösartig oder gutartig? Trotzdem erlebte Synøve vor der Operation eine besonders friedliche Zeit. Sie schlief nachts gut und fühlte sich in sicheren Händen, als sie in den Operationssaal geführt wurde. Als Synøve aus der Narkose wieder aufwachte, waren die Ärzte gespannt, aber zur großen Freude schien alles zu funktionieren.

Nach der Operation musste sie noch 33 mal Bestrahlung im Krankenhaus in Oslo ertragen. Dies war eine kräftezehrende Behandlung, und sie verlor auch teilweise ihre Haare.

Gott sieht weit bei dem, was er tut

Vom ersten Tag an merkte Synøve, dass sie Gottes Hand über sich hatte, und sie erzählt von einem Gott, der nichts tut, um uns zu schaden, sondern der lange Linien mit dem hat, was er tut. Deshalb wählte sie, während der ganzen Zeit darin zu ruhen, dass Gottes Wille geschehen sollte, obwohl es ihr nicht gleichgültig war, ob sie überleben würde oder nicht.

Wer will denn sterben? Wer will das? Wenn du einen Mann und Familie hast, willst du ja nichts anderes, als für sie zu leben, aber trotzdem war es etwas schwierig zu wissen: Soll ich inständig daran glauben, dass ich gesund werde und überlebe, oder soll ich darin ruhen: ”Was geschieht, das geschieht eben.” Ich wollte selbstverständlich dafür kämpfen zu leben, aber sollte das so sein? Ich fragte einen guten Freund, ob es sinnvoll ist zu beten, wenn Gott bestimmt hat, dass ich nicht leben soll? Er antwortete, dass davon geschrieben steht, dass man Gottes Gedanken verändern kann, wenn man betet. Es ist ein falscher Geist in dieser gleichgültigen Haltung: ” Was geschieht, das geschieht eben.” Aber für mich war der größte Kampf darin zur Ruhe zu kommen, dass er alles unter Kontrolle hatte und wusste, was er tat.

Ich habe nicht gewagt, 100% sicher zu sein, dass ich überlebe. Aber später habe ich getan, was ich konnte, um wieder zu Kräften zu kommen: Ich bin gewandert, habe mir keine Sorgen gemacht und habe mich nicht von Dingen bedrücken lassen, die passieren könnten.

Aus Glauben leben

Ich habe mich dafür bestimmt, weiter an Gott zu glauben. Man kann sagen, ich will an ihn glauben, aber was anderes ist es , durch Glauben zu leben. Das sind eigentlich zwei unterschiedliche Dinge. Viele können sagen, dass sie glauben. Aber wenn es darauf ankommt, wenn sie daran denken, was hinter der nächsten Kurve geschehen wird, dann gilt es durch Glauben zu leben.

Wie viele gehen durch Krankheit und Krebs ohne Gott und ohne Hoffnung. Man kann sie bewundern, dass sie das schaffen. Ich dagegen habe so viel: viele Freunde, Menschen, die für mich beten, das Evangelium. Ich kann Schätze bekommen, die mir niemand nehmen kann, Schätze, die mir in Ewigkeit bleiben. Niemand kann sie mir nehmen, selbst wenn alles andere vergeht.

Jetzt ist Synøve wieder in ihrem Beruf und sie ist aktiv in ihrer Familie und im Gemeindeleben. Wenn man sie sieht, wird man nicht groß an das düstere Wort ”Krebs” erinnert. Aber sie selbst wird nie vergessen, was Gott für sie in dieser besonderen Zeit tat.

War das wirklich eine so harte Zeit für mich? Es hat mich zu etwas Besserem geführt. Gott hat eine sehr große Fürsorge gehabt.

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