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Christentum – ein Freibrief zum Sündigen?

Manchmal scheint es so, als sei das Christentum fast wie ein Freibrief zum Sündigen. Doch wie kann das ein Trost sein für jemanden, der gar nicht mehr sündigen will?

Überall auf der Welt sind die Kirchen schnell bei der Hand, dir zu versichern, dass es für dich unmöglich sei, die Sünde so zu überwinden, wie Jesus es tat. Aber stimmt das wirklich mit der Bibel überein? Bietet das Christentum nicht etwas mehr an, als die Vergebung?

„Jesus starb für uns – er hat alles getan.“ „Du hast Vergebung, egal wie viel du sündigst.“ „Einmal erlöst, immer erlöst.“

Von diesen und ähnlichen Redewendungen wird in der christlichen Verkündigung in der Regel reichlich Gebrauch gemacht. Dies kann sich ja sehr anziehend und hoffnungsvoll anhören, auch mit dem Anspruch, dass die Grundlage dafür ja in der Schrift zu finden ist. Aber es scheint beinahe so, als ob dies ein Freibrief zum Sündigen sei. Wie kann dies aber ein Trost sein für den, der aufhören möchte zu sündigen, für den, der genug hat von seinen Reaktionsweisen, von seinen schlechten Gewohnheiten und all den negativen Neigungen, die man scheinbar nicht einfach von sich abschütteln kann? Bietet das Christentum nicht etwas mehr als das?

Mehr als Vergebung

Vergebung benötigen wir alle, aber sie ist keineswegs  selbstverständlich und etwas, was wir verdient hätten. „So wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ (1. Joh.1,8) Es steht auch geschrieben: „Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.“ (Matth. 9,12)

Doch ist ein Arzt nicht fähig, einen Kranken zu heilen, damit es ihm besser geht? Natürlich benötigen wir einen Arzt. Doch nur weil wir Christen sind, bedeutet dies noch lange nicht, dass wir nicht versucht werden, z.B. zu unreinen Gedanken, sich zu grämen, was andere wohl von einem denken, zornig auf jemanden zu werden, der uns verkehrt behandelt hat usw. Doch die Absicht besteht ja nicht darin, dass wir unser ganzes Leben hindurch der Versuchung nachgeben müssen. Nein – Jesus ist der große Arzt und er hat die Macht, uns von unserer Sünde zu heilen. Er ist nicht nur in der Lage, uns die Sünden zu  vergeben, die wir bereits begangen haben, er kann uns auch den Weg zeigen, die eigentliche Wurzel der Sünde zu überwinden, nämlich die Lüste in unserer menschlichen Natur, welche die Ursache dafür sind, dass wir zur Sünde versucht werden.

Dies ist möglich geworden, weil Jesus auf die Erde kam in der Gestalt des sündigen Fleisches, aber  niemals sündigte (Röm. 8,3-4). In Hebr. 4,15-16 ist dies deutlich beschrieben: „Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der versucht ist in allem gleich wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.“

Als Jesus die menschliche Natur angenommen hatte und auf allen Gebieten wie wir versucht wurde, verfolgte er nur ein Ziel: Die Sünde, die in seiner eigenen menschlichen Natur wohnte, zu überwinden. Auf diese Weise eröffnete er einen Weg auch für uns, damit wir ihm in die Freiheit von der Sünde folgen können! Er kam nicht, um nur alles statt unser zu tun und uns mit der Hoffnung auf Vergebung allein zurückzulassen.  „Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher keine Sünde getan hat …“ (1. Petr. 2,21-22). Das Ziel ist eindeutig: Auch wir sollen die Macht der Sünde überwinden, wie Jesus es getan hat! Auf diese Weise „heilt“ er uns von unserer Sünde.

Überwinden der Sünde: Jesus braucht unsere Hilfe

Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher keine Sünde getan hat.

Genauso wie ein Arzt dir Anweisungen gibt, zum Beispiel ein Medikament zu nehmen oder Übungen durchzuführen, benötigt auch Jesus unsere Mitarbeit, um uns zu heilen. Es steht in 1. Petr. 4,1-2 geschrieben: „Weil nun Christus im Fleisch für uns gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch leidet, der hört auf mit der Sünde, dass er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht der Menschen Lüsten sondern dem Willen Gottes lebe.“ Das ist die „Medizin“, die Jesus uns gibt, um mit der Sünde fertig zu werden. Wir müssen im Fleisch leiden!

Das bedeutet: Werden wir in einer Situation zur Sünde versucht, müssen wir dieses Begehren verleugnen, und unser Fleisch mit seinen sündigen Lüsten leiden und sterben zu lassen.

Kraft, um der Sünde zu widerstehen

Viele Menschen haben dies durch ihre bloße Willenskraft versucht, aber sie erlebten wieder und wieder, dass ihnen im Augenblick der Versuchung die Widerstandskraft fehlte, und dass sie sowohl in Gedanken als auch in Worten oder Werken nachgaben. Doch sind wir an diesem Punkt gekommen, wo wir feststellen müssen, dass die Sünde zu mächtig für uns ist, können wir „mit Freudigkeit zu dem Thron der Gnade gehen“, wie es im Hebräerbrief geschrieben steht. Dort wartet Gott, bereit, unsere Gebete zu beantworten.

Die Gnade, die er uns gibt, besteht darin, dass er uns den Heiligen Geist sendet, der uns im Augenblick der Versuchung – „wenn uns Hilfe not sein wird“ – hilft, leitet und stärkt. Der Heilige Geist stärkt unsere Entschlossenheit, sodass wir stark genug sind, im Fleisch zu leiden und der Versuchung niemals die Chance geben, sich zur Sünde zu entwickeln. In der Tat –  mit der Kraft, die der Heilige Geist uns gibt, existiert keine Versuchung, die wir nicht überwinden können, und keine Sünde, die Macht über uns bekommen kann. So weit wie wir der Leitung des Heiligen Geistes gehorsam sind, wird er uns jedes Mal den Sieg geben!

So weit wie wir der Leitung des Heiligen Geistes gehorsam sind, wird er uns jedes Mal den Sieg geben!

Niemals werden wir den Thron der Gnade mit leeren Händen verlassen, sondern Kraft bekommen, der Sünde so lange zu widerstehen, bis sie zerstört ist. Stück für Stück, Versuchung nach Versuchung verliert die Sünde ihre Stellung in unserem Leben und wir werden frei. Das Christentum ist kein Freibrief zum Sündigen, sondern vielmehr der Schlüssel, um die Sünde zu überwinden. Das ist ein Leben im Sieg und absolut möglich für all die, die an ihrem Bekenntnis festhalten!

Wenn auch du wegen der in vielen Gemeinden gängigen Verkündigung  „Freibrief zum Sündigen“ enttäuscht worden bist, dann stehe auf, rechne mit diesen Lügen ab, und nehme heute den Kampf gegen die Sünde auf!

Lies hier mehr von Sieg über Sünde oder nimm Kontakt mit uns auf!

 

 

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