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Von Herzen als dem Herrn

Warum fällt es uns so schwer, etwas ganz für Gott zu tun und was können wir von Stephanus lernen?

Stephanus war eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit. Sein Dienst war jedoch aus menschlicher Sicht wohl nicht so von großer Bedeutung: Ausspeisung der Witwen, die murrten, weil sie übersehen worden waren…

Man könnte denken, für eine solche Aufgabe würde man nicht unbedingt Leute benötigen, die „einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind“, wie es in der Apostelgeschichte im 6. Kap. beschrieben ist. Doch aus welchem Grund denkt man eigentlich so? Vielleicht deshalb, weil man gewisse Tätigkeiten als „minderwertig“ betrachtet und man es deshalb erst gar nicht in Erwägung zieht, sich damit abzugeben und seine „wertvolle Zeit“ damit zu „vergeuden“?

In Kolosser 3,23 steht ja, dass man alles „von Herzen für den Herrn“ tun soll. Ob damit nicht auch diese „geringen“ Dinge, wie zum Beispiel „Essensverteilung an alte Witwen“ oder Ähnliches gemeint sind? Oder geht es dabei nur um „wichtigere“ und „ehrenvollere“ Aufgaben und Dienste, wie zum Beispiel vor versammelter Menge eine salbungsvolle und „geisterfüllte“ Predigt zu halten, zu der alle wohlwollend zustimmend nicken und Gott für diese „gesegneten“ Worte danken?

Ist es nicht der Hochmut in uns und das Verlangen nach dem Hochangesehenen bei den Menschen, was uns glauben macht, dass ein solcher Dienst mehr Wert wäre, als zum Beispiel bei Tisch zu dienen oder nach dem Gottesdienst die Stühle zusammenzustellen und den Boden zu reinigen, – insbesondere, wenn dann kein Gottesdienstbesucher mehr anwesend ist, der mir danach dankbar auf die Schulter klopfen und sagen könnte, was für ein tüchtiger Kerl ich doch wäre?

In Gottes Wort steht geschrieben, dass wir tatsächlich „alles“ von Herzen als dem Herrn tun sollen. Außerdem sollen wir nicht träge sein in dem, was wir tun sollen, sondern brennend im Geist dem Herrn dienen. (Römer 12,11) Diese Bibelworte und insbesondere die Geschichte von Stephanus haben mich davon überzeugt, dass es hier auch um die nach menschlichem Maßstab kleinen und unbedeutenden Dienste geht, die man für Gott machen kann. Sind es nicht ebendiese „unbedeutenden Nebensachen“, die man so gerne außer Acht lässt und übersieht, wenn man unachtsamer Weise nicht Wert auf „Gottesfurcht im Geringsten“ legt.

Jesus selbst äußert sich sehr deutlich zu diesem Thema in Lukas 16,10 und den darauffolgenden Versen: „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht…“ Salomos Gedanken zu diesem Thema findet man in Sprüche 17,17: „Ein Verständiger hat die Weisheit vor Augen; aber die Augen des Toren schweifen bis ans Ende der Welt.“

Stephanus war ein Mann voll Heiligen Geistes und Weisheit. Deshalb tat er seinen Dienst – die Ausspeisung der Witwen – nicht mit Trägheit und Nachlässigkeit, sondern mit brennendem Eifer, – als ob er dem Herrn Jesus selbst gedient hätte. Das war für ihn kein „minderwertiger Dienst“, sondern ein „Gottesdienst“ im wahrsten Sinne des Wortes. Das stimmt auch mit den Worten Jesu überein, der sagte „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ Matthäus 25,40.

Kolosser 3,23: „Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn!“ Paulus schrieb diese Worte erst Jahre nach Stephanus‘ Tod, doch dieser hatte bereits im Geist dieser Worte gelebt, als Paulus noch die Christen verfolgte.

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